Von Dragana MiaBoss Redaktion Teilen Teilen Das Respiratorische Synzytial-Virus, kurz RSV, ist kein harmloser Schnupfen-Erreger, sondern der Hauptgrund, warum Säuglinge in Deutschland mit Atemwegsinfektionen im Krankenhaus landen. Inhalte Anzeigen 1 Warum das RSV Virus gerade für Säuglinge so gefährlich ist 2 Wann macht eine RSV-Impfung Sinn? 3 Der Gamechanger: Die RSV-Prophylaxe mit Antikörpern 3.1 Antikörper – Die Superhelden des Immunsystems 4 Ab wann RSV Impfung beim Baby: Die STIKO Empfehlung ist klar! 4.1 Wann wird die Impfung gegen RSV empfohlen? 4.2 Wann sollte ein Säugling die RSV-Impfung erhalten? 5 RSV-Impfung in der Schwangerschaft: Der Nestschutz-Turbo 5.1 Was ist die Idee dahinter? 5.2 Wenn die Mutter geimpft ist: Braucht das Baby dann noch die RSV-Prophylaxe? 6 Deine Checkliste zu RSV-Prophylaxe und ab wann RSV Impfung beim Baby 6.1 Fakten-Check: 6.2 Die Rolle der STIKO 6.3 Der Unterschied zwischen Prophylaxe und Impfung 6.4 Fazit: Ab wann RSV Impfung beim Baby? Wir reden hier von einer echten Bedrohung für unsere Kleinsten. Aber jetzt kommt der absolute Gamechanger, der euch ein tiefes Durchatmen ermöglicht: Es gibt endlich einen flächendeckenden, wirksamen Schutz. Die große Frage, die sich alle stellen: Ab wann RSV Impfung beim Baby empfohlen wird und was es damit eigentlich genau auf sich hat? Spoiler-Alarm: Es ist keine klassische Impfung (aktive Immunisierung), sondern eine mega effektive RSV Prophylaxe (passive Immunisierung) mit einem monoklonalen Antikörper namens Nirsevimab. Klingt fancy? Ist es auch, und es bedeutet: Sofortschutz für euren Schatz! Wir haben alle Infos, die ihr braucht: Die neuesten Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission), den perfekten Zeitpunkt für die Verabreichung und warum dieser Antikörper-Schutz so wichtig für Neugeborene ist. Vergiss alles, was du bisher über RSV wusstest – hier kommt das Update 2.0 für einen entspannten Winter mit geimpftem Baby! Warum das RSV Virus gerade für Säuglinge so gefährlich ist Bevor wir ins Detail gehen, warum der Schutz so elementar ist, lass uns kurz klären, was RSV eigentlich anstellt. Das Virus befällt die Atemwege, und während es bei Erwachsenen oft nur leichte, erkältungsähnliche Symptome hervorruft, wird es für winzige Lungen schnell kritisch. Babys und kleine Säuglinge haben extrem enge Atemwege. Eine RSV-Infektion kann dort schnell zu einer Bronchiolitis führen, einer Entzündung der feinsten Verästelungen der Bronchien. Das Ergebnis: Atemnot, pfeifende Atmung und die Notwendigkeit einer Krankenhausbehandlung, oft sogar auf der Intensivstation. Stell dir vor, du trinkst einen Smoothie durch einen winzigen Strohhalm – so fühlt sich das für ein Baby an, dessen Atemwege durch Schleim und Schwellung verengt sind. Besonders die Kleinsten in ihrer ersten RSV-Saison sind betroffen. Bis zum zweiten Geburtstag haben fast alle Kinder Kontakt mit dem Virus gehabt. Höchste Hospitalisierungsrate: RSV ist die häufigste Ursache für Krankenhausaufenthalte bei Säuglingen im ersten Lebensjahr. Schwere Verläufe: Es drohen Atemnot, Apnoe (Atemaussetzer) und eine Lungenentzündung. Kein Immunschutz: Das kindliche Immunsystem in den ersten Lebensmonaten ist noch nicht fähig, schnell genug eigene, starke Antikörper zu bilden. Wann macht eine RSV-Impfung Sinn? Hier müssen wir präzise sein, denn der Begriff RSV-Impfung wird oft für zwei unterschiedliche Strategien verwendet: Aktive Impfung: Das Immunsystem wird trainiert, eigene Antikörper zu bilden (z. B. für Erwachsene ab 60 Jahren). Passive Immunisierung (Prophylaxe): Dem Körper werden fertige Antikörper gespritzt, die sofort wirken und Schutz bieten. Für Babys sprechen wir in Deutschland primär von der passiven Prophylaxe mit Nirsevimab (Handelsname: Beyfortus). Diese macht absolut Sinn – und zwar für alle Neugeborenen und Säuglinge in ihrer ersten RSV-Saison! Es ist ein wichtiger Schritt, um die Gesundheit der Neugeborenen zu schützen und unser Gesundheitssystem in den Wintermonaten zu entlasten. Der Gamechanger: Die RSV-Prophylaxe mit Antikörpern Die bahnbrechende Empfehlung der STIKO betrifft nicht eine klassische Impfung gegen RSV, sondern eine passive Immunisierung, die einen sofortigen Schutz aufbaut. Antikörper – Die Superhelden des Immunsystems Bei der klassischen Impfung (aktive Immunisierung) wird ein kleiner Teil des Erregers gespritzt, damit der Körper selbst Antikörper herstellt (aktiver Schutz). Das dauert einige Wochen. Bei der RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab wird dem Säugling hingegen ein monoklonaler Antikörper gespritzt. Das sind quasi vorgefertigte, biotechnologisch hergestellte Antikörper, die sofort einsatzbereit sind. Sofortschutz: Kein langes Warten auf den Aufbau der Immunabwehr. Einmalige Gabe: Eine einzige Injektion schützt in der Regel für die gesamte RSV-Saison. Hohe Wirksamkeit: Studien zeigen eine signifikante Reduktion von schweren RSV-Infektionen und Hospitalisierungen. Dieser Schutz ist ein echter Durchbruch, da er im Gegensatz zu früheren monatlichen Gaben (mit Palivizumab, nur für Risikogruppen) nur einmalig gespritzt werden muss. Ab wann RSV Impfung beim Baby: Die STIKO Empfehlung ist klar! Die STIKO (Ständige Impfkommission) am Robert Koch Institut (RKI) hat im Jahr 2024 die RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab als Standardempfehlung für alle Neugeborenen und Säuglinge in ihrer ersten RSV-Saison ausgesprochen. Wann wird die Impfung gegen RSV empfohlen? Einfache Antwort: Der Zeitpunkt richtet sich nach dem Geburtsmonat deines Babys und dem Start der RSV-Saison, die in Deutschland meist von Oktober bis März dauert. Geburtsmonat des Babys Zeitpunkt der RSV-Prophylaxe April bis September (Geburt vor der Saison) Möglichst im Herbst (September bis November), vor dem offiziellen Start der RSV-Saison. Häufig im Rahmen der U4-Vorsorge. Oktober bis März (Geburt in der Saison) Möglichst rasch nach der Geburt, idealerweise noch in der Geburtseinrichtung vor Entlassung oder spätestens zur U2-Untersuchung (3. bis 10. Lebenstag). Wann sollte ein Säugling die RSV-Impfung erhalten? Zusammenfassend: Dein Säugling soll den Antikörper-Schutz so früh wie möglich vor oder zu Beginn seiner ersten RSV-Saison erhalten. Das Ziel ist es, den vollen Schutz da zu haben, wo das Virus am stärksten zirkuliert. Sollen auch Kinder außerhalb der Risikogruppen die Prophylaxe erhalten? Ja, die STIKO empfiehlt sie allen Neugeborenen und Säuglingen, da auch scheinbar gesunde, reif geborene Kinder schwer erkranken können. Es geht um einen breiten Community-Schutz und die Vermeidung unnötiger Krankenhauseinweisungen. RSV-Impfung in der Schwangerschaft: Der Nestschutz-Turbo Neben der direkten RSV-Prophylaxe beim Baby gibt es noch eine weitere, hoch spannende Möglichkeit, das Neugeborene zu schützen: die maternale Impfung. Was ist die Idee dahinter? Die werdende Mutter erhält in der Schwangerschaft eine Impfung gegen RSV (aktive Immunisierung). Ihr Immunsystem beginnt, Antikörper zu produzieren. Diese Antikörper werden über die Plazenta auf das ungeborene Kind übertragen und sorgen für einen Nestschutz in den ersten Lebensmonaten. Vorteil: Das Baby kommt bereits mit einem passiven Schutz zur Welt. Zeitpunkt: Die Impfung in der Schwangerschaft wird meist zwischen der 24. und 36. Schwangerschaftswoche empfohlen. STIKO-Empfehlung: Aktuell (Stand: Ende 2025) gibt es in Deutschland noch keine STIKO-Empfehlung für die maternale RSV-Impfung als Standard, da die Datenlage zum optimalen Einsatz und zur Kombination mit der direkten Prophylaxe noch weiter bewertet wird. Allerdings ist der entsprechende Impfstoff in der EU zugelassen. Sprich unbedingt mit deinem Frauenarzt und Kinderarzt über diese Option, um die bestmögliche Schutzstrategie für dein Neugeborenes zu finden. Es ist möglich, dass sich die STIKO-Empfehlung in den kommenden Monaten noch ändern wird. Wenn die Mutter geimpft ist: Braucht das Baby dann noch die RSV-Prophylaxe? Das ist die Gretchenfrage! In den Zulassungsstudien zeigte sich: Wenn die Mutter die RSV-Impfung in der Schwangerschaft erhalten hat und das Baby mindestens zwei Wochen nach der Impfung geboren wird, hat das Neugeborene in den ersten Monaten in der Regel einen ausreichenden Schutz. In solchen Fällen kann die direkte RSV-Prophylaxe (mit Nirsevimab) beim Säugling unter Umständen entfallen. Aber: Wann wird die Impfung gegen RSV empfohlen? Nur dein Kinderarzt kann nach individueller Abwägung und unter Berücksichtigung des geborenen Kindes, des Impfzeitpunkts der Mutter und eventueller Risikofaktoren entscheiden, ob eine zusätzliche Prophylaxe notwendig ist. Sollen auch Kinder mit maternalem Schutz eine zusätzliche Gabe erhalten? Nur in Ausnahmefällen und nach ärztlicher Rücksprache. Deine Checkliste zu RSV-Prophylaxe und ab wann RSV Impfung beim Baby Die RSV-Prophylaxe mit dem Antikörper Nirsevimab ist ein echter Durchbruch für Neugeborene und Säuglinge. Sie bietet einen effektiven Schutz vor schweren Verläufen und gibt Eltern ein großes Stück Sicherheit zurück. Fakten-Check: Was ist es? Passive Immunisierung mit einem monoklonalen Antikörper (Nirsevimab), kein klassischer Impfstoff. Für wen? Alle Neugeborenen und Säuglinge in ihrer ersten RSV-Saison. Wann? Vor oder zu Beginn der RSV-Saison (Oktober bis März), abhängig vom Geburtsmonat. Früh geborene Kinder (April bis September) im Herbst, spät geborene (Oktober bis März) direkt nach der Geburt. Wie oft? Nur einmalig für die gesamte RSV-Saison. Kostenübernahme: In Deutschland wird die RSV-Prophylaxe für Säuglinge in der ersten Saison in der Regel von den Krankenkassen übernommen, da die STIKO sie empfiehlt. Die Rolle der STIKO Die STIKO hat mit ihrer Empfehlung einen klaren Standard gesetzt. Empfiehlt die STIKO die Impfung gegen RSV für Babys? Sie empfiehlt die Prophylaxe mit dem Antikörper, was aus wissenschaftlicher Sicht der Goldstandard für diese Altersgruppe ist. Der Unterschied zwischen Prophylaxe und Impfung Denk daran: Die RSV-Prophylaxe für Babys ist eine sofort wirksame Schutzmaßnahme, bei der du deinem Kind Antikörper verleihst. Die Impfung (aktiv) trainiert das Immunsystem, eigene Antikörper zu bilden. Bei Neugeborenen ist der passive Schutz des Antikörpers der Schlüssel zum Überbrücken der kritischen ersten Lebensmonate. Fazit: Ab wann RSV Impfung beim Baby? Die Zeiten, in denen du jeden Husten deines Babys mit panischer Angst beobachtet hast, weil RSV drohte, könnten bald der Vergangenheit angehören. Die Möglichkeit, dass Säuglinge die RSV-Prophylaxe erhalten, ist ein Quantensprung in der Pädiatrie. Egal, ob dein Baby im Sommer oder direkt im Herbst geboren wurde: Informiere dich aktiv bei deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt, ab wann die RSV Impfung beim Baby in Form der Antikörper-Gabe ansteht. Halte den empfohlenen Zeitplan ein, um den bestmöglichen Schutz in der kritischen ersten RSV-Saison zu garantieren. Dieser Schutz ist unkompliziert, einmalig und ein riesiger Schritt in Richtung geimpfte und gesunde Neugeborene durch den Winter. Mach dich frei von der Winterangst und genieße die Zeit mit deinem Säugling – sicher und geschützt! Share
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